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Mammographiescreening
Mammographiescreening Hotline: 0211 59 70 70 00
Zur Zeit wird die Mammographie
nur bei einem begründeten Verdacht oder einem hohen Risiko für
Brustkrebs von den Krankenkassen bezahlt. Die Mammographie als reine Vorsorgeuntersuchung
war also bislang nicht Bestandteil des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms.
Der Begriff "Screening" leitet sich aus dem englischen Wort
"screen" (= Sieb, Filter) ab. Ein Screening-Verfahren ist dazu
da, Krankheiten in einem beschwerdefreien Stadium zu erfassen. Demzufolge
handelt es sich bei dem Mammographiescreening um eine Brustkrebs-"Reihenuntersuchung"
von Frauen einer bestimmten Altersgruppe, die keine Symptome haben. Mit
Hilfe der Mammographie sollen Brustkrebserkrankungen so in einem möglichst
frühen Stadium entdeckt werden. Wie wichtig es ist, einen bösartigen
Knoten in der Brust frühzeitig zu erkennen, haben mehrere große
wissenschaftliche Studien gezeigt.
Mammographie-Screening beinhaltet regelmäßige Röntgenuntersuchungen
bei Frauen einer bestimmten Altersgruppe. Anhand von Einwohnermeldedaten
werden diese Frauen zur Untersuchung eingeladen. Das Screening-Programm
muss wesentliche Qualitätssicherungsstrukturen gewährleisten.
Diese sollten Doppelbefundung beziehungsweise Drittbefundung der Aufnahmen,
einheitliche Dokumentation, einheitliche technisch-apparative Qualitätssicherung
umfassen.
In einigen europäischen Ländern (u. a. Großbritannien,
Niederlande und Schweden) und in den USA gibt es bereits seit einigen
Jahren ein landesweites Mammographiescreening. (Erfahrungen
Mammographiescreening Niederlande) In Deutschland laufen seit 2001
in einigen Regionen (Bremen, Wiesbaden, Region Weser-Ems und seit September
2002 auch Erlangen) Modellprojekte.
Die meisten Brustkrebserkrankungen treten bei Frauen zwischen 50 und 70
Jahren auf. Studien aus anderen Ländern haben gezeigt, dass Frauen
dieser Altersgruppe auch am meisten von dem Screening profitieren. Daher
schließt das Screening in Deutschland auch nur Frauen zwischen dem
51. und 70. Lebensjahr ein. Ihnen bietet sich dann die Möglichkeit,
im Rahmen der gesetzlichen Krebsvorsorge im zweijährigen Abstand
eine Screening-Mammographie zu Lasten der Krankenkasse durchführen
zu lassen.
Für Brustkrebspatientinnen jeden Alters gilt: je kleiner der Tumor
bei der Diagnose, desto größer die Heilungschancen.
Allerdings: Die Sensitivität einer Mammographie
wird maßgeblich durch die Art des Brustgewebes der Frau beeinflusst.
Schnell wachsende, aggressive Tumoren
sind in vielen Fällen dafür verantwortlich, dass die Mammographie
versagt.
Mammographiescreening im Erftkreis
Leider muss man feststellen, dass hier
viel in der Organisation des Screenings schief gelaufen ist.
Die Frauen im nördlichen Erftkreis (Elsdorf, Bergheim, Bedburg) wurden
als letzte zur Mammographie eingeladen. Die Einladung sollte bis April
2008 erfolgt sein, hat sich aber bis Herbst 2008 verzögert.
Frauen aus Elsdorf wurde durch eine organisatorische Panne das Röntgenistitut
in Köln als Ort der Durchführung der Mammographie angegeben.
Prinzipiell ist es jedoch möglich,
die Mammographie wird im Röntgeninstitut Dr. Rado, Bergheim durchzuführen.
Sollte der Wunsch bestehen, am Screening
teilzunehmen, eine Einladung wurde aber noch nicht zugeschickt, kann über
die Hotline ein Einladungstermin organisiert werden.
.(Hotline: 0211 59 70 70 00).
siehe auch
http://www.mammo-programm.de/screening-programm/karte_details.php?region=79
©
Herbert Wagner, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
Eisenbahnstr. 52., 50189 Elsdorf, Tel.: 02274 7927, Fax: 02274 4534
http://www.HerbertWagner.de E-mail:
Herb.Wagner@t-online.de
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