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Das
erste Mal ......
Es ist ganz normal, wenn man das erste Mal mit
Herzklopfen in eine Frauenarztpraxis kommst.
Allein traue ich
mich nicht!
Vielleicht kommst du/sie das erste Mal in Begleitung deiner Mutter, oder
du/sie bringst deine beste Freundin mit. Bei einem Gespräch über
Verhütung ist es nie verkehrt, wenn auch dein Freund Bescheid weiß.
Was geschieht beim
ersten Besuch?
Eine freundliche Arzthelferin wird zunächst Deine Versicherungskarte
in den Computer einlesen und eine Karteikarte mit deinen/ihren Personalien
anlegen. Spätestens jetzt solltest du/sie ihr sagen, dass du/sie
heute zum ersten Mal beim Frauenarzt bist/sind.
Generell gilt:
Du/sie kannst/können Dich/sich in unserer Praxis auch nur informieren
und beraten lassen, z.B. über persönliche Hygiene oder über
bestimmte Körperfunktionen, ohne Angst vor einer Untersuchung haben
zu müssen. Viele Mädchen/Frauen finden es ganz erleichternd,
dass F(f)rau mit Ihrem Frauenarzt offen über alles reden kann, selbst
über Themen, mit denen sie nicht mal mit ihrer besten Freundin oder
ihrer Mutter sprechen würde.
Ärztliche
Schweigepflicht - Erfahren die Eltern etwas?
Am besten ist es natürlich, wenn ein Vertrauensverhältnis zu
den Eltern besteht und mit ihrem Wissen die Praxis besucht wird. Aber
das ist leider nicht immer der Fall.
Ab dem 16. Lebensjahr besteht bei Wunsch ärztliche Schweigepflicht
den Eltern gegenüber. Auch in Ausnahmefällen unter 16 Jahren
kann man die Schweigepflicht beanspruchen.
Wenn allerdings bei Krankheiten gesundheitliche Schäden zu befürchten
sind, müssen die Eltern informiert werden.
Verordnung der Antibabypille:
am besten in Absprache mit den Eltern (schriftliche Zustimmung) bis zum
16. Lebensjahr. - In begründeten Ausnahmefällen auch ohne Zustimmung
bzw. Information der Eltern (Risiko-Nutzenabwägung).
Ich schäme
mich vor der ersten Untersuchung!
Jedem Frauenarzt ist klar, dass die erste Untersuchung, die ein junges
Mädchen mit macht, etwas ganz ungewöhnliches für sie ist.
Jeder Frauenarzt weiss, dass ein junges Mädchen aufgeregt ist, vielleicht
auch Angst hat. Ein Grund hierfür ist, dass junge Mädcchen nicht
genau wissen, wie die Untersuchung abläuft, warum was gemacht wird.
Der zweite Grund ist, dass es das erste Mal ist, so als würde man
das erste Mal im Schwimmbad vom Ein-Meter-Brett springen.
Und wie erfolgt
die erste Untersuchung
Vorausschicken muss man, dass eine gynäkologische Untersuchung normalerweise
nicht weh tut, auch wenn man noch nicht mit einem männlichen Wesen
intim war. Bei der Untersuchung wird ein möglicherweise noch bestehendes
Jungfernhäutchen NICHT verletzt.
Im Untersuchungszimmer gibt es eine durch einen Vorhang abgetrennte Kabine,
wo du/sie Dich in Ruhe auf die Untersuchung vorbereiten kannst. Für
die Untersuchung wird der Slip ausgezogen, wer einen Rock oder Kleid trägt,
kann dies anbehalten und auf dem Untersuchungsstuhl hochschieben.
Normalerweise besteht die Untersuchung beim ersten Mal aus 4 Teilen. Zunächst
muss man sich auf den Untersuchungsstuhl setzen/legen.
Teil 1: mit vorgewärmten metallenen Instrumenten, die mit einer Flüssigkeit
gleitfähig gemacht wurden, wird in die Scheide hineingeschaut; mit
einem Watteträger (vergleichbar mit einem Ohrenstäbchen) wird
etwas Flüssigkeit entnommen; es dient zum Ausschluß von Scheideninfektionen.
Teil 2: Der Arzt (er hat natürlich einen Handschuh an) führt
einen Finger in die Scheide ein; mit der anderen Hand tastet er den Bauch
ab. Man hiermit die Größe der inneren Organe Gebärmutter
und Eierstöcken abschätzen
Teil 3: Ultraschall von der Bauchdecke; seltene angeborene Fehlbildungen
können so entdeckt werden.
Teil 4: Die Brust wird abgetastet, um angeborene Verhärtungen des
Brustdrüsenbgewebes zu erkennen. Auch der Rücken (unreine Haut?)
und andere Körperpartien werden angeschaut, um ggf. den Grad der
körperlichen Reife zu erkennen.
Muss ich denn auch
zum Frauenarzt, wenn ich ganz gesund bin?
Wer die Antibabypille einnimmt, sollte ca alle 6 Monate sich untersuchen
lassen. Immer wieder muss sichergestellt werden, dass alles gesund ist.
Es ist gerade das Besondere einer Frauenarztpraxis, dass sie auch für
die Beratung in gesunden Zeiten da ist.
Oder wenn es darum geht, andere für eine junge Frau wichtige Gesundheitsfragen
oder Sexualfragen zu besprechen.
P.S.: Jetzt wäre der Zeitpunkt zu überprüfen,
ob alle Impfungen, die die gesetzliche
Krankenversicherung ja bezahlt, durchgeführt wurden. Übrigens
ist es ganz wichtig, bis zum 18. Geburtstag eine Hepatitis-B-Impfung erhalten
zu haben......denn danach zahlt dieKrankenkasse diese Impfung nicht mehr.
Nützliche links:
Die Aufklärungs-Homepage zum Besuch beim Frauenarzt:
http://www.frauenarztbesuch.de
Informationen von pro Familia zum Thema Verhütung: http://www.profamilia-online.de/main.html?page=1
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung : für Jugendliche
über die Themen Liebe, Partnerschaft, Sexualität und Verhütung:
http://www.loveline.de
Internetberatungsstelle über Liebe, Sexualität und Partnerschaft
http://www.dr-winter-team.de
Informationen zum Thema Magersucht http://www.magersucht-online.de
Informationen zu verschiedenen Ess-Störungen: http://www.uni-leipzig.de/~anorexia
Beschreibung der verschieden Verhuetungsmittel und einfache Skizzen, die
die Anwendu/sieng veranschaulichen: http://www.netburger.at/aie/docs/empfaengnisverhuetung/methoden2/index.html
Informationen des Robert-Koch-Institutes zu sexuell übertragbaren
Krankheiten:
http://www.rki.de/INFEKT/STD/STD.HTM
©
Herbert Wagner, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
Eisenbahnstr. 52., 50189 Elsdorf, Tel.: 02274 7927, Fax: 02274 4534
http://www.HerbertWagner.de E-mail:
Herb.Wagner@t-online.de
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