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Amniozentese (Fruchtwasserpunktion)
Die
Amniozentese wird üblicherweise zwischen der 15. und
18. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Dabei wird mit einer dünnen Nadel
die Fruchthöhle angestochen und ca. 12-18ml Fruchtwasser abgesogen. Das
Fruchtwasser wird innert kurzer Zeit wieder aufgefüllt. Die Punktion erfolgt
unter Ultraschallkontrolle, sodass eine Verletzung des Kindes heute nicht
mehr vorkommen sollte. Das Risiko eines punktionsbedingten Verlustes der
Schwangerschaft beträgt ca. 0,5% und muss mit dem Risiko eines möglichen
genetischen Defektes des Kindes abgewogen werden. Die Indikation der Punktion
wird in einem ausführlichen ärztlichen Gespräch diskutiert.
Chorionzottenbiopsie
Die
Chorionzottenbiopsie erfolgt üblicherweise zwischen der
10. und 12. Schwangerschaftswoche. Mittels ultraschallgesteuerter Punktion
wird Zellmaterial aus dem Chorion, der späteren Plazenta, entnommen. Die
Punktion erfolgt meist durch die Bauchdecke. Wegen Infektgefahr wird die
Biopsie durch die Vagina und den Muttermund nur noch in seltenen Fällen
angewendet. Der Eingriff ist etwas schmerzhafter als die Amniozentese,
liefert dafür innert weniger Tage das Resultat. Fragwürdige Befunde werden
mittels Amniozentese überprüft. Das Abortrisiko wird in weltweiten Studien
mit 1-2 % angegeben. Die Methode ist besonders bei Schwangerschaften mit
erhöhtem Risiko für genetische Missbildungen angebracht.

Bei
der
Trisomie 21 (Mongolismus / Downsyndrom)
ist das Chromosom 21 dreifach vorhanden.
©
Herbert Wagner, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
Eisenbahnstr. 52., 50189 Elsdorf, Tel.: 02274 7927, Fax: 02274 4534
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Herb.Wagner@t-online.de
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