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Organische Veränderungen bei unerfülltem
Kinderwunsch
Organische Ursache bei unerfülltem
Kinderwunsch können sein:
Myome
angeborene Fehlbildungen:
am häufigsten sind Zwischenwände, die die Gebärmutter unterteilen.
Sehr selten sind umfangreiche Mißbildungen. Die angeborenen Fehlbildungen
der inneren Geschlechtsorgane werden meist vor dem Kinderwunsch schon
festgestellt.
Scheide:
Störungen des Flüssigkeitsmilieus (u.U. bedingt durch zuwenig
Gebärmutterhalssekret, s.u.) der Scheide können die Spermien
in ihrer Beweglichkeit hemmen, auch Scheideninfektionen können ein
ungünstiges Milieu für die Spermien schaffen.
Gebärmutterhals:
Polypen und narbige Veränderungen (ev. Operationen), zuviel oder
zuwenig abgesondertes Sekret der Drüsen des Gebärmutterhalses
und Entzündungen können die Passage der Spermien erschweren,
Myome können auch im Gebärmutterhalsbereich vorkommen.
Gebärmutterhöhle:
die Gebärmutterschleimhaut kann bei leicht gestörter Hormonproduktion
nicht optimal für die Einnistung des befruchteten Eies vorbereitet
sein. Polypen der Gebärmutterschleimhaut und in die Gebärmutterhöhle
wachsende Myome können ein Passagehindernis für die Spermien
sein oder die Einnistung des befruchteten Eies verhindern.
Eileiter:
Ein oder auch beide Eileiter können verklebt sein, meist nach durchgemachter
Eileiterentzündung. Oft füllt sich der Eileiter dann mit Flüssigkeit.
Auch durch Endometriose (=Gebärmutterschleimhaut am falschen Ort)
kann der Eileiter verschlossen sein.
Durch Entzündungen oder Operationen im Bauchraum können die
Eileiter in ihrer Bewegung eingeschränkt sein (beim Eisprung legt
sich der Eileiter an den Follikel an). Auch kleine Zysten des Eileiters
(sog. Hydatiden) und Myome im Übergang Gebärmutter/Eileiter
können eine Rolle spielen.
©
Herbert Wagner, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
Eisenbahnstr. 52., 50189 Elsdorf, Tel.: 02274 7927, Fax: 02274 4534
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