Herbert Wagner
Facharzt für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Eisenbahnstr. 52
50189 Elsdorf
Tel.: 02274 7927

 

 

 

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Erhöhung des Prolaktins
Dieses Hormon wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet. Üblicherweise wird es vermehrt in in der Stillzeit gebildet und unterstützt dann die Milchproduktion. Bekanntermaßen tritt während der Stillzeit nur sehr selten ein Eisprung auf (Stillen ist jedoch keine sichere Verhütung!). Das Prolaktin stört den Hypothalamus (die Hirnanhangdrüse wird durch ihn reguliert) bei der Ausschüttung des eines regelnden Hormons (GnRH) und somit findet auch keine regelrechte Produktion des FSH und des LH statt. Unter diesen Umständen kommt es praktisch nie zur Eizellreifung.
Bei ca. 20% aller Frauen ohne Eisprung und/oder normaler Regelblutung findet sich eine Störung des Prolaktinhaushaltes. Auch bei einem Großteil der Patientinnen mit Kinderwunsch mit einem normalen Zyklus ist dieses Hormon erhöht. Ein erhöhtes Prolaktin kann verschiedene Gründe haben.
Es ist ein bekanntes Streßhormon, welches unter körperlicher oder auch seelischer Belastung ansteigt. (Bei der Blutabnahme sollte daher auch keine Streßsituation bestehen.) Außerdem gibt es eine ganze Anzahl von Medikamenten, die das Hormon Prolaktin erhöhen können.
Es gibt eine ganze Anzahl von Medikamenten, welche die Prolaktinproduktion senken können. Letztlich sind dies alles Medikamente, welche auch zum Abstillen gegeben werden können (gelegentlich ist eines der Symptome tatsächlich auch eine Milchabsonderung der Brust).

© Herbert Wagner, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
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