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Feigwarzen
Feigwarzen
(sog. Condyloma accuminata) sind kleine Schleimhautaussprossungen im Intimbereich,
vergleichbar mit einer bestimmten Art von Hautwarzen. Feigwarzen kommen
sowohl bei Männern als auch bei Frauen vor (Männer haben prinzipiell
die gleichen Hautveränderungen wie Frauen). Ursache für sogenannte
"Feigwarzen" ist die Infektion der entsprechenden Haustelle mit einem
Virus (sog. Human Papiloma Virus, HPV). Zu Beginn der Beschwerden sind
die einzelnen Warzen nur ca. 2 mm im Durchmesser groß, sie wachsen
sehr langsam. Unbehandelt kann sich die Infektion bei eintsprechender
Veranlagung jedoch im gesamten Intimbereich (Scheide, Muttermund) ausbreiten.
Sowohl die Zahl der Warzen als auch die Größe kann zunehmen.
Übertragung
Die
Übertragung des Virus erfolgt über die Warzen fast ausschließlich
durch (Schleim-)Hautkontakt bei Geschlechtsverkehr, aber auch andere Übertragungswege
sind denkbar. Die Zeit zwischen Virusübertragung und Auftreten der
Warzen kann sehr unterschiedlich sein (2-10 Wochen), zumal die Warzen
sehr langsam wachsen. Die Übertragung der Erregers erfolgt nicht
zwangsläufig, d. h. nicht bei jedem Verkehr wird der Virus übertragen.
Auch wenn der Virus übertragen wurde, muß es nicht zu den Hauterscheinungen
kommen. Die genauen Zusammenhänge werden noch erforscht.
Beschwerden
Bei kleinen Veränderungen bestehen oft
keine oder nur unspezifische Beschwerden (leichter Juckreiz, Fremdkörpergefühl).
Die meisten Patientinnen fühlen die Veränderungen im äußeren
Intimbereich.
Therapie
Die Therapie ist abhängig von der Anzahl, der Größe
und der Lage der Hautveränderungen: kleine einzelne gut zugängige
befallene Stellen können mit einer virusabtötenden Lösung
betupft werden oder es kann eine Creme angewendet werden. Bei schlecht
zugäniger Lage (z.B. in der Scheide) oder vielen und/oder großen
befallenen Stellen käme eine operative Therapie (Elektrokoagulation,
Laservaporasation) in Betracht.
Besonderheiten
Der Erreger bleibt unbemerkt im Intimbereich, nachdem die Beschwerden
nach Behandlung abgeklungen sind. Der Viruserreger wird als Risikofaktor
für das Entstehen von Gebärmutterhalskrebs angesehen (ähnlich
wie das Zigarettenrauchen ein Risikofaktor für Herzinfarkt ist).
Abgesehen hiervon hat der Erreger keinen Krankheitswert. Ohne Warzen erfolgt
auch keine weitere Übertragung. - Auch der Partner muß
untersucht und ggf. behandelt werden.
©
Herbert Wagner, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
Eisenbahnstr. 52., 50189 Elsdorf, Tel.: 02274 7927, Fax: 02274 4534
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Herb.Wagner@t-online.de
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